Stefs Therapiehundetipps in Stichworten von A bis Z
                                        
Fortsetzung......

S - Streicheln
Der Hund muss sich  von allen fremden Menschen problemlos streicheln lassen. Er muss sich ueberall anfassen lassen, manchmal auch ungeschickt und gar grob. Auch plötzliche Schreie duerfen ihn nicht aus der Ruhe bringen.
Seien Sie selbst auch grosszuegig mit Streicheleinheiten. Ihr Hund liebt es und wird alles tun, um Ihnen zu gefallen. Auch verbal kann sehr wirksam gestreichelt werden. Seien Sie geduldig mit ihrem Hund, er tut sein bestes.
T - Tiere
Obwohl es nicht stimmt, soll der Hund grundsaetzlich glauben, dass alle Tiere lieb sind (sie sind nicht zum Essen oder Jagen). Mit anderen Hunden denen Sie trauen, spielen lassen, aber nur auf ausdrueckliche Erlaubnis. Im Dienst soll sich der Hund nicht fuer andere Tiere interessieren, auch niemals beim Fuss-Laufen oder Liegen und Warten. Sehr wichtig, nur Sie sagen, wann der Hund spielen darf (nicht der Hund oder andere Hundebesitzer).
Ihr Hund merkt wie ein Kind, wenn Sie vor anderen Leuten in ihrer Konsequenz zoegern und wird es schamlos auszunutzen wissen. Hier ist jetzt das Training am effektvollsten.Packen Sie die Chance!

U - Uebungen zum Anfangen
Kleine Fortschritte fuehren zum Erfolg. Nehmen Sie sich pro Trainingssession nur soviel vor, wie es gute Aussichten auf Erfolg hat.Training so dosieren, dass der Chef nie aufgeben muss. Stetige Erfolgserlebnisse sind unerlaesslich, der Hund darf niemals sagen, wenn fertiggeuebt ist.
Bei Fuss: auf mittlere Position beharren, der Hund muss korrigieren lernen. Beim Stehenbleiben muss der Hund sitzen, gegebenenfalls auch Korrekturen vornehmen. Leine eher kurz und mit der Zeit ganz ohne Leine.
Voraus: Der Hund laeuft aus der Fuss-Position in Fuehrung einige Schritte vor Ihnen.
Bleiben / Warten: Der Hund bleibt stehen solang bis er gerufen wird (auch wenn Sie 100 m weiterlaufen). Die obigen Befehle ohne Leine wechselweise ueben, wenn es so weit ist.
Liegen oder Platz: In dieser Stellung verharrt der Hund bis er aufgefordert wird, sie zu verlassen.
Mit Gehhilfen und Rollstuhl: Sehr genau arbeiten. Oft ist eine laengere Leine erforderlich, der Hund darf auf keinen Fall ziehen. Bleiben Sie in der Naehe, aber geben Sie dem Patienten das Gefuehl, er fuehre den Hund.
V - Verbote
Jegliches aggresive Verhalten ist untersagt, Knurren nur im Spiel mit Ihnen zu Hause erlaubt (achten Sie auf das Schwanzwedeln).
Nicht bellen, wenn die Tuerglocke laeutet.
Nicht ablenken lassen von anderen Hunden. Keine Katzen jagen. Pinkeln im Dienst ist untersagt. Jegliches Dominanzgehabe (auch mit Ihren Kindern) sofort abstellen. Auch wenn Sie denken, dies alles sei sehr streng...ihr Hund wird ueber die klaren Verhaeltnisse gluecklich sein und schwanzwedelnd sein Bestes geben um zu gefallen.
W - Waende
Der Hund muss lernen auf Waende aufpassen (Gaenge, Fahrstuehle etc). Beim Fuss-Laufen neben einem elektrischen Rollstuhl besteht die Gefahr eingeklemmt zu werden. Hohe Konzentration!
Z - Zaertlichkeit
Seien Sie grundsaetzlich immer zaertlich zu ihrem Hund. Diese Zaertlichkeit wird weitergegeben. Lernen Sie durch Beobachten die non-verbale Koerpersprache der Hunde und kommunizieren Sie auch so mit ihrem Hund. Zaertlichkeit schliesst niemals Bestimmtheit und Konsequenz aus.

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